Private Krankenversicherung als Alternative zur GKV

Wer die Voraussetzungen für die private Krankenversicherung (PKV) erfüllt, für den stellt die Versicherung eine interessante Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit vielen Vorteilen dar. Während für Arbeitnehmer zunächst eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse besteht, können beispielsweise Beamte frei zwischen den beiden Formen wählen.


Private Krankenversicherung in vielen Fällen bessere Wahl

Es gibt einige Berufsgruppen, für die eine private Krankenversicherung aus verschiedenen Gründen eine echte Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung darstellt. So profitieren Beamte davon, dass sich ihr Dienstherr an den Kosten für die PKV beteiligt. Der Eigenanteil für verbeamtete Versicherte ist dadurch vergleichsweise gering. Die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung müssten sie hingegen alleine übernehmen. Gleiches gilt für Selbständige und Freiberufler. Auch Arbeitnehmer mit hohen Einkommen sollten über einen Wechsel von der GKV in die PKV nachdenken. Es stehen für Versicherte nicht nur Leistungsverbesserungen, sondern auch geringere Kosten für die Versicherung in Aussicht.

Arbeitnehmer mit hohen Verdienst in PKV teils besser aufgehoben

Auf den ersten Blick scheint die private Krankenversicherung für Arbeitnehmer keine Alternative zu ihrer Krankenkasse zu sein. Schließlich beteiligt sich der Arbeitgeber zur Hälfte am Grundbeitrag für die gesetzliche Krankenversicherung. Arbeitnehmer zahlen so nur 7,3 Prozent ihres Bruttoeinkommens zuzüglich des Zusatzbeitrags. Bei geringen Einkommen ergeben sich dadurch niedrige Versicherungskosten. Je mehr Angestellte jedoch verdienen, desto teurer wird die Versicherung für sie. Zwar ist der Beitrag ab einem bestimmten Einkommen gedeckelt (2018: 4.950 Euro pro Monat). Dennoch sind die Beiträge für Gutverdiener im Vergleich zu den Leistungen sehr hoch.

Hier lohnt ein zweiter Blick auf die PKV als Alternative zur GKV. Beschäftigte können dabei weiterhin mit einem Zuschuss des Arbeitsgebers zur Versicherung rechnen. Allerdings ist der Wechsel erst dann möglich, wenn das Gehalt über der sogenannten Jahresarbeitsentgeltpflichtgrenze liegt (2018: 59.400 Euro).

Vorteile einer privaten Versicherung für die Gesundheit

Für Beamte und auch für Selbständige scheint die private Krankenversicherung nicht nur eine Alternative, sondern gar die einzige Lösung zu sein, sich günstig und gut zu versichern. Denn beide Berufsgruppen erhalten keinen Zuschuss und müssten daher die Kosten für die gesetzliche Krankenkasse komplett selbst tragen. Privatversicherten Beamten zahlt dagegen der Dienstherr über die sogenannte Beihilfe einen Großteil der Versicherungskosten.

Hohe individuelle Leistungen für Versicherte

Nicht nur aufgrund der möglichen Beitragsersparnisse stellt die private Krankenversicherung eine Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung dar. Privatversicherte haben zudem den Vorteil, dass sie sich ihre Leistungen individuell zusammenstellen können. Während die gesetzlichen Krankenkassen zu 95 Prozent die gleichen Leistungen bieten, können PKV-Versicherte selbst bestimmen, in welchen Bereich sie sich eine höhere oder bessere Versorgung über ihre Versicherung wünschen. So besteht beispielsweise die Möglichkeit auf den Anspruch einer Chefarztbehandlung im Krankenhaus oder das Recht auf ein Ein- oder Zwei-Bettzimmer.

Versicherte mit Familie sollten allerdings darauf achten, dass es in der privaten Krankenversicherung keine kostenlose Familienversicherung gibt. Kinder müssen einzeln versichert werden.