Ist Ihre Kranken­versicherung günstig?

Finden Sie es mit unserem Vergleichsrechner heraus!

Eine günstige Kranken­versicherung: Vom Studium bis zur Rente

Über 70 Millionen Deutsche und damit knapp 90 Prozent davon sind Mitglied in der gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV). Über alle Personen­gruppen hinweg gibt es gute Gründe für die GKV. Doch es bestehen je nach Alter und beruflicher Tätigkeit auch Besonderheiten, auf die Angestellte, Rentner, Selbst­ständige und Studenten achten müssen.

So können sich Studenten über die Familien­versicherung der Eltern beitragsfrei ­versichern. Arbeit­nehmer bekommen rund die Hälfte der Beiträge von ihrem Arbeit­geber erstattet, während die meisten Selbstständigen die gesamten Beiträge alleine schultern. Rentner wechseln bei passender Vor­versicherung nach ihrem Berufsleben in die Kranken­versicherung der Rentner (KVdR). Hier erfahren Sie, was die jeweiligen Personen­gruppen in der GKV außerdem beachten müssen.

Wer ist deutschlandweit oder regional am günstigsten?

Die Kosten einer Krankenversicherung hängen nicht unbedingt von Ihrem beruflichen Status oder Ihrer Lebens­situation ab. Suchen Angestellte, Rentner, Selbst­ständige oder Studenten eine günstige GKV, sollten Sie ihr Augenmerk vielmehr auf den Zusatz­beitrag legen, den die gesetzlichen Krankenversicherungen erheben.

Diese Zusatzbeiträge sind von GKV zu GKV unterschiedlich und liegen zwischen 0 und 1,7 Prozent (Durchschnitt: 1,0 Prozent).

Deutsch­land­­weit verfüg­­bare Kranken­kassen
HKK (0,59 %) Metzinger BKK (0 %)
BKK firmus (0,6 %) AOK Sachsen-Anhalt (0,3 %)
IKK gesund plus (0,6 %) BKK Pfaff (0,4 %)
BKK Verbund­ Plus (0,7 %) BKK Akzo Nobel (0,5 %)
Audi BKK (0,7 %) BKK Euregio (0,58 %)

Das sind die niedrigsten Beiträge (Stand: 2018)

Ange­stellte

Die Preisspanne der fünf günstigsten Kranken­kassen für einen Angestellten mit einem monatlichen Brutto­verdienst von 3.000 Euro liegt bundes­weit zwischen 236,70 Euro und 240 Euro. Bei den Top 5 für regional agierenden Kassen pendeln sich die Kosten zwischen 219 Euro und 236,40 Euro ein.

Selbst­ständige

Wählen Sie als Selbst­ständiger mit einem Monats­einkommen von 3.000 Euro eine GKV ohne Krankengeld, finden Sie hierzulande die preis­wertesten Kranken­versicherungen. Je nach Region sind auch Versicherungen für einen Beitrag zwischen 420 Euro und 437,40 Euro pro Monat erhältlich.

Studen­ten

Studenten, die in der KVdS kranken­versichert sind, zahlen bei den deutschland­weit fünf Kranken­kassen mit dem niedrigsten Zusatz­beitrag zwischen 70,16 Euro und 70,87 Euro monatlich. Die fünf regional agierenden Kassen mit den preis­wertesten Beiträgen bewegen sich zwischen 66,32 Euro und 70,09 Euro pro Monat.

Ren­tner

Wer eine Rente von monatlich 1.500 Euro erhält, zahlt bei den deutschland­weit fünf günstigsten Kranken­kassen einen Monats­beitrag zwischen 118,35 Euro und 120 Euro. Für die regional günstigsten gesetzlichen Kranken­versicherungen werden zwischen 109,50 Euro und 118,20 Euro fällig.

Zahlen Sie viel oder wenig?

Finden Sie es mit unserem Vergleichs­rechner heraus und sichern sich einen besseren Preis-Leistungs-Mix für Ihre Gesundheits­versorgung!

Das zahlen die unterschiedlichen Berufsgruppen

Wie sparen Angestellte beim Zusatz­beitrag?

Als Angestellter sind Sie in der gesetzlichen Kranken­versicherung versicherungs­pflichtig, sofern Ihr Ein­kommen eine bestimmte Grenze nicht über­schreitet. Das heißt, solange Ihr Verdienst nicht über der Versicherungs­pflichtgrenze von aktuell 59.400 Euro brutto pro Jahr liegt, sind Sie Pflicht­mitglied in einer Kranken­kasse.

Der Beitrags­satz beträgt 14,6 Prozent Ihres Ein­kommens, wovon Ihr Arbeit­geber die Hälfte übernimmt. Hinzu kommt ein von den Kranken­kassen individuell erhobener Zusatz­beitrag. Dieser liegt 2018 durch­schnittlich bei 1,0 Prozent und muss derzeit komplett von Ihnen gezahlt werden. Ein Gesetz­entwurf von Bundes­gesundheits­minister Jens Spahn sieht vor, dass sich ab 2019 auch beim Zusatz­beitrag die Arbeit­geber zur Hälfte beteiligen.

Was müssen Selbst­ständige zahlen?

Viele Selbst­ständige und Frei­berufler bekommen keine Zuschüsse zu ihrer Versicherung. Sie müssen den Kranken­kassen­beitrag von 14,0 Prozent des Ein­kommens und den Zusatz­beitrag aus eigener Tasche zahlen. Wünschen Sie ein Kranken­geld, werden 14,6 Prozent fällig. Für die Beitrags­berechnung wird ein Mindest­einkommen von 2.283,75 Euro monatlich voraus­gesetzt. Die Kosten einer GKV betragen für Selbst­ständige somit ab 320 Euro im Monat.

Diese Mindest­grenze soll jedoch in der aktuellen Legis­latur­periode etwa um die Hälfte gesenkt werden. Für Existenz­gründer, die einen staatlichen Gründer­zuschuss erhalten, gilt bereits eine reduzierte Bemessungs­grenze von 1.522,50 Euro monatlich. Wenn Sie als Selbstständiger im künstler­ischen oder pub­lizistischen Bereich tätig sind, werden Sie Mitglied in der Künstler­sozialkasse. Diese übernimmt die Sozial­leistungen eines Arbeit­gebers, also auch die Hälfte Ihres Beitrags­satzes.

Brauchen Studenten eine eigene?

Wenn Ihre Eltern in der GKV sind, können Sie sich als Student in der Familien­versicherung beitragsfrei mit­versichern. Dies gilt bis zum vollendeten 25. Lebensjahr beziehungs­weise bis zum Ende des Kinder­geld­bezugs. Danach sind Sie bis zum Ende des 14. Fach­semester oder zur Vollendung des 30. Lebens­jahres versicherungs­pflichtig. Gleiches gilt, wenn Sie durch den Versicherungs­status Ihrer Eltern keinen Anspruch auf die Familien­versicherung haben.

Dann besteht die Möglichkeit, sich in der Kranken­versicherung der Studenten (KVdS) zu einem ver­günstigten Beitrags­satz zu versichern. Als Bemessungs­grundlage dient hier der aktuelle BAföG-Bedarfssatz von 649 Euro monatlich. Von diesem müssen Sie 10,22 Prozent zuzüglich des individuellen Zusatz­beitrags zahlen. Nach dem 14. Semester beziehungs­weise dem 30. Geburtstag endet die Versicherungs­pflicht und Sie müssen sich freiwillig gesetzlich oder privat versichern.

Wie sind Rentner versichert?

Wenn Sie während der zweiten Hälfte Ihrer Erwerbs­tätigkeit mindestens 90 Prozent der Zeit gesetzlich kranken­versichert waren, werden Sie mit dem Eintritt ins Renten­alter Mitglied in der Kranken­versicherung der Rentner. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie sich im Ruhe­stand freiwillig gesetzlich versichern. Besteht kurz vor der Rente eine private Kranken­versicherung, bleiben Sie im Renten­alter in der PKV.

Die KVdR orientiert sich an den Regeln für Angestellte. So beträgt der Beitrags­satz 14,6 Prozent Ihrer Rente. 7,3 Prozent, also die Hälfte, werden von der Rentenversicherung übernommen. Hinzu kommt der individuelle Zusatz­beitrag. Für freiwillig Versicherte wird zur Beitrags­berechnung ein Mindest­einkommen von 1.015 Euro monatlich heran­gezogen. Auf dieses zahlen Sie mindestens Ihre Beiträge, auch wenn Ihre tatsächliche Rente geringer ausfällt.

Fragen und Antworten zu den Leistungen

Welche Zusatzleistungen gibt es

Ob Angestellter, Rentner, Selbst­ständiger oder Student: Mit einer günstigen gesetzlichen Kranken­versicherung sparen Sie viel Geld. Doch niedrige Beiträge sind nur ein Kriterium, nachdem Sie Ihre GKV auswählen sollten. Auch die Leistungs­kataloge der Kranken­kassen beein­flussen die Suche nach der passenden Absicherung.

Zwar sind die Leistungen zu 95 Prozent festgeschrieben. Doch in einigen, wichtigen Details unterscheiden sich die Kranken­kassen doch. So bieten manche Kassen spezielle Behandlungs­programme für chronisch Kranke, erstatten Behandlungen bei Heil­praktikern oder zahlen Ihnen einen Bonus, wenn Sie längere Zeit keine Leistungen in Anspruch und Sport­angebote wahr­nehmen.

Was ist die richtige Wahl: GKV oder PKV

Die gesetzliche Kranken­versicherung zeichnet sich durch einen einheitlichen Beitrags­satz für alle Versicherten aus. Dieser Beitrag orientiert sich an Ihrem Einkommen. Dabei können Kinder bis zum 25. Lebensjahr, und auch gering­verdienende Lebens- oder Ehe­partner, in der Familien­versicherung oft beitrags­frei mitversichert werden. Die Einkommens­grenze beträgt hierbei 435 Euro beziehungs­weise 450 Euro monatlich, wenn die betreffende Person einen Minijob ausübt.

Eine private Kranken­versicherung kann sich für junge Erwerbs­tätige mit einem hohen Ein­kommen lohnen. Schließlich berechnen sich die Beiträge in der PKV nicht nach dem Ein­kommen des Versicherten, sondern nach dem Gesundheits­zustand, dem Eintritts­alter und den gewünschten Leistungen. Gerade in jungen Jahren ist eine PKV für Gut­verdiener oft die günstigere Variante.

Die Kranken­kassen hingegen richten sich an alle Alters- und Personen­gruppen. Sowohl Angestellte als auch Rentner und Selbst­ständige können eine günstige gesetzliche Kranken­versicherung finden. Studenten sind über die Familien­versicherung in vielen Fällen nicht nur günstig, sondern sogar kostenlos kranken­versichert.

Wie geht es weiter?

Auf der Suche nach der für Sie besten Kranken­kasse ist es wichtig, den Zusatz­beitrag im Auge zu behalten und die Leistungen der Kassen miteinander zu vergleichen.